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Erreichbarkeit des Geräts im lokalen Netzwerk prüfen

Mit dieser Anleitung überprüfst du, ob dein Gerät im Netzwerk erreichbar ist – notwendig, damit der Scanner es findet und die Inbetriebnahme funktioniert.

Verfasst von Tim Fremuth

Dein Energiegerät mit dem lokalen Netzwerk zu verbinden und vor Ort in Betrieb zu nehmen, liegt in der Verantwortung des Installateurs. Der gridX Support beginnt erst, sobald das Gerät bereits mit demselben Subnetz wie die gridBox verbunden und aktiv im Netzwerk erreichbar ist. Mit dieser Anleitung überprüfst du das selbst – bevor du dich an den Support wendest.

gridX kann bei Scan-Problemen nur helfen, wenn das betroffene Gerät mit demselben lokalen Netzwerk (Subnetz) wie die gridBox verbunden und per Ping erreichbar ist. Besteht das Gerät den Erreichbarkeitstest nicht, muss das Problem zunächst auf der Netzwerkseite gelöst werden, bevor du den Support kontaktierst.

Schritt 1: IP-Adresse des Geräts ermitteln

Du kannst die IP-Adresse deines Geräts entweder über die Weboberfläche deines Routers oder über die Kommandozeile herausfinden. Wähle die Methode, die für dich einfacher ist.

Option A: Über die Weboberfläche deines Routers

Die meisten Router zeigen eine Liste aller verbundenen Geräte mit ihren IP- und MAC-Adressen an. Öffne den passenden Abschnitt für dein Router-Modell unten.

AVM FRITZ!Box

  1. Öffne deinen Browser und rufe http://fritz.box oder http://192.168.178.1 auf

  2. Melde dich mit deinem FRITZ!Box-Passwort an (steht auf dem Geräteaufkleber, falls nicht geändert)

  3. Klicke im oberen Menü auf Heimnetz

  4. Klicke anschließend auf Netzwerk

  5. Der Tab Netzwerkverbindungen zeigt alle verbundenen Geräte mit Name, IP-Adresse und MAC-Adresse

  6. Finde dein Energiegerät in der Liste (nutze den Gerätenamen oder die MAC-Adresse auf dem Typenschild zur Identifikation)

💡 Tipp: Die FRITZ!Box zeigt die IP-Adresse jedes Geräts auch an, wenn du in der Liste auf seinen Namen klickst. Achte auf das Feld IPv4-Adresse.

Telekom Speedport

  1. Öffne deinen Browser und rufe http://speedport.ip oder http://192.168.2.1 auf

  2. Melde dich mit deinem Speedport-Passwort an (steht auf dem Geräteaufkleber, falls nicht geändert)

  3. Klicke in der Navigation auf Heimnetzwerk (oder ähnlich – die Bezeichnung kann je nach Firmware-Version variieren)

  4. Wähle Geräte im Heimnetzwerk

  5. Die Tabelle zeigt alle verbundenen Geräte. Finde dein Energiegerät und notiere seine IP-Adresse

💡 Tipp: Falls dein Speedport nur Gerätenamen (ohne IP) anzeigt, klicke auf den Gerätenamen, um die Detailansicht zu öffnen – dort wird die IP-Adresse angezeigt.

Vodafone EasyBox

  1. Öffne deinen Browser und rufe http://192.168.0.1 auf

  2. Melde dich mit deinem Vodafone-Station-Passwort an (steht auf dem Geräteaufkleber, falls nicht geändert)

  3. Navigiere zu Heimnetzwerk oder Verbundene Geräte – die genaue Bezeichnung hängt von deiner Firmware-Version ab

  4. Die Liste zeigt alle mit deinem Netzwerk verbundenen Geräte. Finde dein Energiegerät und notiere seine IP-Adresse und MAC-Adresse

💡 Tipp: Wenn du dein Gerät nicht in der Liste findest, stelle sicher, dass es eingeschaltet und per Ethernet verbunden ist – reine WLAN-Geräte erscheinen unter Umständen in einem separaten Abschnitt.

Option B: Über die Kommandozeile (ARP-Scan)

Wenn du keinen Zugriff auf die Weboberfläche deines Routers hast, kannst du den ARP-Befehl auf deinem Computer verwenden, um zu prüfen, ob dein Energiegerät im lokalen Netzwerk bekannt ist. Die ARP-Tabelle listet Geräte auf, mit denen dein Computer kürzlich kommuniziert hat. Identifiziere dein Energiegerät anhand der MAC-Adresse auf seinem Typenschild – so erhältst du die zugehörige IP-Adresse. Wenn du die Ausgabe mit dem Support teilen musst, gib nur die einzelne Zeile weiter, die zum Energiegerät gehört. Leite nicht die vollständige ARP-Tabelle weiter – sie kann Informationen über andere Geräte im Netzwerk enthalten.

Windows

  1. Drücke die Windows-Taste + R, gib cmd ein und drücke Enter, um die Eingabeaufforderung zu öffnen

  2. Gib den folgenden Befehl ein und drücke Enter:

arp -a

Die Ausgabe listet alle Geräte auf, mit denen der Computer kürzlich kommuniziert hat, gruppiert nach Netzwerkschnittstelle. Suche dein Gerät anhand seiner MAC-Adresse (auf dem Typenschild). Die zugehörige IP-Adresse steht in der Spalte Internetadresse.

💡 Tipp: Falls dein Gerät nicht erscheint, führe arp -a kurz nach dem Einschalten des Geräts erneut aus, oder pinge zuerst die Broadcast-Adresse des Netzwerks an (z. B. ping 192.168.178.255), um die ARP-Tabelle zu füllen.

macOS

  1. Öffne die Terminal-App (Programme → Dienstprogramme → Terminal, oder per Spotlight suchen)

  2. Gib den folgenden Befehl ein und drücke Enter:

arp -a

Die Ausgabe zeigt alle lokal bekannten Hosts mit ihrer IP- und MAC-Adresse. Ordne die MAC-Adresse vom Typenschild des Geräts zu, um seine IP zu finden.

Linux

  1. Öffne ein Terminal

  2. Führe einen der folgenden Befehle aus:

arp -a

oder, auf modernen Systemen:

ip neigh show

Beide Befehle listen aktive Netzwerknachbarn mit ihrer IP- und MAC-Adresse auf. Nutze die MAC-Adresse vom Typenschild des Geräts, um den richtigen Eintrag zu identifizieren.

Schritt 2: Ping-Test durchführen

Sobald du die IP-Adresse des Geräts hast, führe einen Ping-Test durch, um zu überprüfen, ob es aktiv im Netzwerk erreichbar ist. Ersetze 192.168.1.100 in den Beispielen unten durch die tatsächliche IP-Adresse deines Geräts.

Windows

  1. Öffne die Eingabeaufforderung (Windows-Taste + R → cmd eingeben → Enter)

  2. Führe den folgenden Befehl aus. Der Parameter -n legt die Anzahl der zu sendenden Pakete fest (der Windows-Standard ist 4, was für ein zuverlässiges Ergebnis zu wenig ist – wir empfehlen 20):

ping -n 20 192.168.1.100

macOS

  1. Öffne die Terminal-App

  2. Führe den folgenden Befehl aus. Der Parameter -c legt die Anzahl der zu sendenden Pakete fest – ohne ihn läuft ping endlos weiter. Wir empfehlen 20 für ein zuverlässiges Ergebnis:

ping -c 20 192.168.1.100

Linux

  1. Öffne ein Terminal

  2. Führe den folgenden Befehl aus. Der Parameter -c legt die Anzahl der zu sendenden Pakete fest – ohne ihn läuft ping auch unter Linux endlos weiter. Wir empfehlen 20 für ein zuverlässiges Ergebnis:

ping -c 20 192.168.1.100

Schritt 3: Ergebnisse interpretieren

Das sagt dir die Ping-Ausgabe:

Ergebnis

Bedeutung

Maßnahme

✅ Antwort von [IP]: Zeit < 5 ms, 0 % Paketverlust

Gerät ist erreichbar und antwortet normal

Gut – fahre mit der Prüfung der Protokollkonfiguration fort

⚠️ Antwort von [IP]: Zeit > 50 ms oder unregelmäßige Antworten

Gerät ist erreichbar, aber die Verbindung ist instabil oder langsam – kann Scan-Fehler verursachen

Prüfe auf Netzwerküberlastung, lange Kabelwege oder WLAN-Störungen

⚠️ Paketverlust > 0 %

Einige Pakete kommen nicht an – die Verbindung ist instabil

Prüfe Kabelverbindungen, Switch-Qualität oder WLAN-Signalstärke

❌ Zeitüberschreitung der Anforderung / keine Antwort

Gerät antwortet nicht – es ist entweder nicht erreichbar, ausgeschaltet, oder eine Firewall blockiert ICMP

Stelle sicher, dass das Gerät eingeschaltet ist, prüfe die Subnetz-Einstellungen und deaktiviere Firewall-Regeln, die ICMP blockieren

❌ Zielhost nicht erreichbar

Das Gerät befindet sich in einem anderen Subnetz oder ist gar nicht mit dem Netzwerk verbunden

Stelle sicher, dass Gerät und gridBox im selben Subnetz sind (gleicher Netzwerkbereich, keine VLAN-Trennung)

Wie es weitergeht

Sobald du bestätigt hast, dass das Gerät erreichbar ist (0 % Paketverlust, Antwortzeit unter 5 ms), fahre mit der Prüfung der Protokollkonfiguration für dein konkretes Gerätemodell fort. Die passende Inbetriebnahme-Anleitung findest über das Modell in der Supported Assets List oder direkt hier im Help Center über die Suche.

Ist das Gerät nicht erreichbar, behebe bitte zunächst das Netzwerkproblem. Erst nach einem erfolgreichen Ping kann der gridX Support Scan-Fehler auf unserer Seite wirksam untersuchen.

Kommst du nicht weiter? Teile bei der Kontaktaufnahme mit unserem Support bitte nur die Ping-Ausgabe für dein Energiegerät (kopiere die Terminal-Ausgabe) sowie Gerätemodell, IP-Adresse und MAC-Adresse. Bitte sende keine vollständigen ARP-Tabellen oder kompletten Gerätelisten des Routers – es werden nur die Daten des betreffenden Geräts benötigt und sind angemessen.

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